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Ramin, das Gutshaus mit Park&Gärtnerei


Das Rittergut Ramin:
Seit dem 14.Jahrhundert war das Gut Ramin über viele Generationen Stammsitz der pommerschen Adelsfamilie von Ramin.
Über die Geschichte des Rittergutes Ramin konnte man nach dem Kriege in einer handschriftlichen verfassten Chronik lesen,  die im Jahre 1786 begann, und zwar mit der Schilderung des ersten Kartoffelessens in Ramin.  Besitzer dieses Werkes war ein Herr Lehnert, der zu seiner Lebzeit den Posten eines Schuldieners ( Reinemachemann) , eines Kirchendieners und des Nachtwächters ausübte.
Aus welcher Quelle die Schilderungen aus der Zeit vor der Existenz des Herrn Lehnert stammen,  ist mir noch unbekannt . 
Die Chronik endet nach der Aufteilung des Gutes 1932, die NS Zeit ist nicht mehr beschrieben. Herr Lehnert verstarb in den 50iger Jahren,  die alte Chronik nahm angeblich eines seiner Kinder mit.
Die Gutsbesitzer nannten sich " Herren von Ramin" . In einer alten Broschüre für Heimatkunde Unterricht war zu lesen,  dass nach 1400 holländische Einwanderer sich in dieser Gegend niedergelassen hatten.  Diese Broschüre wurde in den 50iger Jahren den Schulen des Kreises vom Schulamt zugeteilt. Vom Heimatkunde Unterricht ist noch bekannt,  dass sich eine Adelsfamilie " von Berg " in Ramin niedergelassen hatte und den Namen lateinisiert hätte und sich danach " de Monte" benannte. Dies ist jedoch nicht hundertprozentig. 
Die Herren von Ramin sind die Stammväter dieses Rittergutes/ Herrenhauses. 
Das Gut soll verschuldet gewesen sein durch den Lebenswandel der Besitzer,  Spielschulden, übermäßiger Luxus . 
Der Gutsinspektor Holtz hatte damals den Herrn von Ramin mit einergrößeren Summe aushelfen können . Dieser konnte die Schulden aber nicht zurück zahlen und übereignete das Gut Ramin dafür an den Geldgeber. Das muss um 1880 gewesen sein. Zu den Besitzungen der Ramins gehörten auch die Güter in Sonnenberg und Schmagerow. In Schmagerowbefinden sich noch Grabstellen " Ramin ". Nach Erzählungen ging das Gut dann an einem Herrn Holtz,einem Regierungsbaumeisters des Kreises. Dessen Tochter wurde die Ehefrau des geheimen Regierungsrates Prof.Dr.Semmler, mit Lehrstuhl in Greifswald ( Chemiker). 
Dieser bewirtschaftete das Gut gemeinsam mit seinem Bruder Arthur. Die Brüder Friedrich Wilhelm Semmler und Arthur stammten aus einer Dorfbäckerfamilie aus dem Dorf.
Semmler ließ sich scheiden .  Seine Frau und sein Sohn verließen Ramin .  Sein Sohn war Taxifahrer in Stettin und er war mit seinem Vater zerstritten . 
In der Zeit vor dem 1.Weltkrieg hatte Prof.Dr.Semmler noch einige Bauernhöfe aufgekauft, die neben dem Gut noch existierten. Das Gut war dadurch auf 6000Morgen Ackerland und 2000Morgen Wiese gewachsen, auch Wald gehörte noch dazu.
Im Jahre 1932 verstarb Semmler und das verschuldete Gut wurde aufgesiedelt. 






Aus dem Leben des Lehrers Rudolf Vierow:
Um 1900 heiratete Rudolf Vierows Vater eine Bauerntochter aus Ramin. Diese Ehe blieb kinderlos und seine Frau starb nach einigen Jahren Ehe an einer Krankheit, die heute womöglich schon heilbar sein könnte. 

Um 1912 hatte Dr.Semmler die synthetische Herstellung von irgendeinem Duftstoff erfunden, später wusste man, es war das Rosenöl (streitig mit dem Birkenwasser), das er sich patentieren ließ. In Deutschland fand er einen Interessenten dafür und verkaufte das Patent nach England. Für die Summe, die er dafür erhielt, konnte er eine "Zwangshypothek" (Begriff stammt aus der Lehnert Chronik), die Frau von Ramin dem Gut aufgedrückt hatte, zurückgezahlt werden. Die Ungereimtheit besteht darin, wie eine Frau von Ramin ein Gut, dass ihr nicht mehr gehörte, mit einer Zwangshypothek hatte belegen können, wenn es doch schon über Holtz bei Dr.Semmler gelandet war? Oder hatte Semmler die Hypothek von seinen Vorgängern geerbt?
Leider ist die Lehnert Chronik nicht mehr greifbar. 

Um 1908 kam Junglehrer Erich Brauer nach Schmagerow.Er stammte aus einer Gutsförster - Gärtnerfamilie, aus dem Dorf Karkow bei Freienwalde in Hinterpommern. Da er unverheiratet war kam seine Schwester mit und führte ihm die Wirtschaft. Diese wurde im Jahre 1914 die zweite Frau des Vaters vom Lehrer Rudolf Vierow. 1915 wurde die Schwester vom Lehrer Rudolf Vierow geboren, Elisabeth. 1918 wurde Rudolf Vierow geboren.Vater Vierow hatte nie gedient und wurde auch nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Er musste in Ramin, Schmagerow und Retzin je 2 Tage pro Woche unterrichten. Nach dem Kriege wurde die " Geistliche Schulaufsicht" abgeschafft und die Volsschullehrer wurden ins Beamtenverhältnis übernommen und gehaltlich dem mittleren gehobenen Dienst Beamtenstand angeglichen. Zu einer Landschule gehörten zur Kaiserzeit und auch noch danach in Ramin z.B. 8 Morgen Ackerland und 2 Morgen Wiese. Vater Vierow war in der Bauernwirtschaft aufgewachsen.Er war knapp 1,80m groß und ein Kerl wie ein Baum (berichtete sein Sohn Rudolf Vierow). Rudolf erbte seine Größe nicht. 
Vor 1918 wurde einem Landlehrer das Gehalt gegenüber einem Volksschullehrer in einer Stadt gekürzt, da die Einnahmen aus seinem Ackerland mit angerechnet wurden. Das Scheune- Stallgebäude in Ramin bot Platz für 2 Pferde, 2 Kühe, 2-3 Schweine und einer Hühnerschar. Heu und Stroh konnten auch unter Dach und Fach gebracht werden. Zu Rudolf Vierows Lebzeiten hatten sie nur noch 2 Schweine, 1-2 Ziegen, ca. 20 Hühner. Pferde waren nicht erforderlich, da das Gut dann das Pflügen des Ackers u.ä.Arbeiten übernahm. Beim Buddeln der Kartoffeln halfen die Nachbarsfrauen. Rudolf und seine Schwester trugen nachmittags den Kaffee und die Honigstullen aus ihres Vaters Bienenstand aufs Feld. Später hat Vater Vierow den Lehreracker und die Lehrerwiese an das Gut verpachtet. Dafür bekamen Vierows Stroh, Heu, Kartoffeln und Milch kostenlos. Die Versorgung des Viehs lag in den Händen von der Oma Rudolf Vierows, die nach dem Tode ihres Mannes 2016 aus Karkow zu ihnen nach Ramin zog. Sie schneiderte gemeinsam mit Mutter Vierow, also ihrer Tochter die ersten Kleidungsstücke für Rudolf Vierow und seine Schwester.
Es soll Meinungsverschiedenheiten zwischen Vater Vierow und Prof.Dr.Semmler gegeben haben. Um 1924 bekamm Semmler , sein Bruder Arthur war schon verstorben, einen Güterdirektor Cronemeyer an die Seite gestellt oder vor die Nase gesetzt, der bis 1927 das Gut leitete. Welche Gründe dazu führten ist leider nicht bekannt. Herr Heinrich Cronemeyer war Besitzer des 280ha großen Gutes Bockendorf bei Mittweida (Döbeln) in Sachsen (Erblehngericht). Er kam mit seiner Frau, Tochter und Sohn Heinz Eberhard nach Ramin. Der Sohn Heinz Eberhard war so alt wie Rudolf Vierow. Sie wurden Spielgefährten. Es begannen die Jahre, wo Rudolf zu beneiden war, vor allem zum Geburtstag und zu Weihnachten. Seine Nachmittage verbrachte er im wunderschönen Raminer Park. Wenn Familie Cronemeyer im Sommer eine Kutschfahrt machte oder im Winter eine Schlittenfahrt war Rudolf Vierow dabei. Herr Cronemeyer war der einzige Auto Besitzer im Dorf und wenn er zum Bahnhof Grambow muste, fuhren die Kinder , auch Rudolf, mit. Heinz Eberhard hatte einen Märklin Baukasten Nr.4 , mit dem man schon große Konstruktionen erbauen konnte und eine große Eisenbahnanlage (nicht elektrisch). Anderes Spielzeug besaß er natürlich auch.
noch. 
Tochter Gretel und Sohn Heinz Eberhard Cronemeyer wurden von einer Hauslehrerin unterrichtet. 

Im Park war ein Karpfenteich mit einem Ruderboot, welches die Kinder im Sommer benutzen durften. Im Karpfenteich konnten die Kinder auch baden. Das Schloss war nach dem Zuzug von Familie Cronemeyer etwas baulich verändert worden. Den Südgiebel bewohnte Prof.Dr. Semmler als Einzelperson. Die Mitte und den Nordgiebel bewohnte Familie Cronemeyer und die Hauslehrerin. Es waren noch andere Räume , die für andere Familien vorgesehen waren. Es gab da noch einen Herrn von Heidebreck, der im Gutshaus zeitweise tätig war, um Erfahrungen für sein eigenes Gut zu sammeln.

Das Gut Ramin hatte auch eine Schnapsbrennerei betrieben. Frau von Ramin störte der Qualm und der Geruch und so veranlasste sie die Verlegung nach Schmagerow.
Das dazugehörige Wohnhaus blieb unter dem Namen "Brennerhof" stehen und es steht heute noch. In der DDR Zeit ist die Brennerei nach dem Krieg anfangs noch bewohnt gewesen, auch der Schornstein stand noch (in Schmagerow später?)
Der Raminer Brennerhof diente dann als Büro der Gutsverwaltung, als Wohnraum für den Rechnungsführer, wie sich die einzige Verwaltungskraft des Betriebes nannte, als Wohnung für eine Köchin, die für die Gutsinspektoren das Essen bereitete, als Wohnung für diese zumeist "Ledigen". 
Im Keller wurde die tägliche Deputatmilch ausgegeben. Zeitweise lag die Tätigkeit des Rechnungsführers und der Inspektorenköchin in den Händen eines Ehepaares, die dann in der Regel bald zum Freundeskreis der Familie Vierow gehörte. Der Rechnungsführer hatte eine Schreibkraft. Seine Haupttätigkeit war neben den täglichen Posterledigungen, die zu jedem Freitag Abend fälligen Lohnlisten zu erstellen. An die Namen einiger Inspektoren kann sich R.Vierow noch erinnern: 
Herr von Köller, Herr von Rosenstiel, Herr Almenröder, Herr Gramm, Herr Krause. Sie alle verschwanden relativ schnell wieder. Ein Gutsinspektor, Herr Dederer, heiratete später die Tochter Gronemeyers nach der Rückkehr der Familie Gronemeyer nach Bockendorf.
Der nördliche Teil des Gutes wurde von der Eisenbahnstrecke Stettin - Pasewalk gekreuzt. Vom Dorf führte eine Feldbahnstrecke an ein Anschlussgleis, so dass Kartoffeln und Zuckerrüben mittels von Pferden gezogener Loren dorthin transportiert werden konnten, wo diese dann in die Güterwagen der Reichsbahn umgeladen wurden.
Die Zuckerrüben kamen zur Zuckerfabrik , die gegenüber dem Bahnhofsgebäude "Scheune" lag , die noch lange existierte.
1927 war die Zeit der Bewirtschaftung durch Herrn Gronemeyer abgelaufen und sie zogen nach Bockendorf zurück. Der Briefwechsel zwischen dieser Familie und Familie Vierow kam im Laufe der Jahre zum Erliegen. 1932 haben sich beide Familien bei einem Blitzbesuch in Bockendorf das letzte Mal gesehen.
Während des Krieges war Hr. Dederer noch einmal in Ramin gewesen und hatte hinterlassen, Heinz Eberhard Gronemeyer sei schwer verwundet und vermisst.
Semmler wirtschaftete ab 1927 allein weiter. Er begann im Schloss mit baulichen Veränderungen, kaufte einen neuen Dreschkasten und er legte im Karpfenteich eine Felsengrotte mit Springbrunnen an. In der Zeit der Arbeitslosigkeit stellte er jeden Arbeitssuchenden ein und die Lohnsumme war im Verhältnis zum Nutzen viel zu hoch gewesen. 
Der Tod Semmlers:
1932 fand das Stubenmädchen, welches dem Prof.Dr.Semmler täglich das Frühstück brachte, das Gedeck unbenutzt vor. Aus dem Nebenzimmer (Bad) war noch das Summen der Höhensonne zu hören, die Tür war noch verschlossen. Semmler jedoch meldete sich nicht. Der Tischler musste die Tür zum Bad aufbrechen und Herr Semmler lag tot auf der Liege unter der Höhensonne. Er war über 70 und der Arzt hatte dann eine natürliche Todesursache bescheinigt. Bei der Beisetzung Semmlers waren sehr viele Menschen auf dem Friedhof. 
Einige der Trauergäste waren in der Tracht der studentischen Verbindung erschienen, der Herr Semmler einst angehörte. Laut Erzählungen soll es nach der Beisetzung zur Versöhnung innerhalb der zerstrittenen Verwandschaft gekommen sein. Wer von dieser Versöhnung jedoch erwartet hatte, nunmehr einen großen Happen vom Rittergut Ramin abzubekommen, der erlebte eine mächtige Enttäuschung. Das Gut war sehr hoch verschuldet. Die Siedlungsgesellschaft spendierte später den Grabstein.
Das Gut wurde in mehrere Siedlerstellen verschiedener Größen aufgeteilt. Einige ehemailge Gutsarbeiter blieben im Dorf und fremde Bauern, vorwiegend aus Thürigen kamen nach Ramin und siedelten hier. (So auch meine Ururgroßeltern Gustav Seeger und Auguste geb.Sack, die 1932 aus Mönchkappe nach Ramin kamen). 
Für die "Neuen" Siedler wurden an den Straßen der Nachbardörfer (Ausbauten) eine Anzahl von Gehöften, Bauernhöfen errichtet. Ein Restgut von 300 Morgen blieb bestehen und wurde bewirtschaftet. 

Als Rudolf Vierows Onkel Brauer um 1910 die Lehrerstelle in Schmagerow übernahm, gab es dort noch die Frau von Ramin als Gutsherrin. Von einem Herren von Ramin hat der Onkel Brauer nie etwas erwähnt. Als R.Vierow 1918 geboren wurde, gehörte das Gut Schmagerow einem Dr. Kelch, der es bis 1945 bewirtschaftete, wonach es der Bodenreform anheim fiel. Das Gut Sonnenberg war auch nicht mehr im Besitz der "von Ramins". 

Das Schloss wurde 1934 Gebietsführerschule der HJ und diente bis zum Kriegsende auch als Ausbildungsstätte für die "Volksstürmer". Auf dem Lehrerkurs des R.Vierows in Güstrow, war ein Stettiner, der im Schloß Ramin die letzten Kriegswochen erlebt hatte. Ab ca. 1935 war auch eine Gruppe von Arbeitsdienstlern im "Brennerhof" untergebracht.
Nach dem Einzug der HJ ins Schloss wurde es wieder umgebaut und der Park - das Vorbild war tatsächlich Sanssouci Potsdam - verschandelt. Die pyramidenförmig beschnittenen Taxusbäume, die wunderschönen Blumenbeete verschwanden, um (wie ein HJ Scharführer aus dem Stammpersonal berichtete) dem Kaiser Wilhelm Gedächtnisstil zu beseitigen. Die Anlage des Parkes nach dem Vorbild von Potsdam bot sich dadurch an, dass die Dorfstraße und der Gutshof in gleicher Höhe lagen, dahinter senkte sich das Gelände zu einem Wiesenstreifen, der von einem Bach durchflossen wurde. Den hatte man aufgestaut, so dass ein Teich entstanden war. Der Abhang vom Schloss, oben am Hang, war dann zu drei - 4 Stufen geformt worden, die rechts und links von Laubengängen begrenzt wurden. Außerhalb der Laubengänge lagen die Gemüsebeete und Obstbaumplantagen. 

Nach 1937 hatte Rudolf Vierow kaum noch Gelegenheit, den Park zu besuchen. Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft war er 1948 dort. Es erinnerte nichts mehr an die Glanzzeit. Das Restgut bestand nicht mehr (Bodenreform). Im Park war das Teehäuschen verschwunden. Das wunderschöne reiche Gemüseland neben dem Park (damals in DDR Zeiten dann zugehörig zur Gärtnerei) wurde von einer Familie aus Hinterpommern bewirtschaftet. Hier muss es sich gleich nach dem Krieg um Familie Willnow gehandelt haben? (Franz und Grete geb. Seeger , Schwester meines Uropas Gustav Seeger)???
Nach dem Krieg war es das Ende des Rittergutgeschlechtes der Herren von Ramin. 

Schäferschule:
Im Schloss hatte sich eine landwirtschaftliche Schule nieder gelassen, die sich nach kurzer Zeit Landes Schäferschule nannte. Da diese Lehrlinge nicht wie sonst üblich in der Woche 4 Tage Praxis und 2 Tage Schule absolvieren konnten, kamen sie mehrmals im Jahr zu 6 Wochen Lehrgängen nach Ramin, zwecks Erlernen der Theorie und sie blieben für mehrere Monate in ihren Lehrbetrieben, die über ganz Meck Pomm verstreut lagen.
Während der Schäferschulzeit wurde der Park gepflegt. Die Lehrlinge machten regelmäßig Arbeitseinsätze.
Um 1960 wurde die Schäferausbildung in Ramin beendet.

Kinderheim:
Ins Schloss zogen Kinder im Vorschulalter, die keine Eltern mehr hatten oder aus zerrütteten Elternhäuser kamen. Das Schloss wurde auch von Kindern bewohnt, die schulpflichtig waren. 


Ramins Gutshaus:

Ca. 1750 baute die Ritterfamilie von Ramin das eingeschossige Gutshaus mit Mittelrisalit und ausgebautem Mansardendach als barocken zweigeschossigem Neubau auf den alten Grundmauern und Kellergewölben des Vorgängerbaus Mitte des 18. Jahrhunderts aus, um ein großes landwirtschaftliches Anwesen in den folgenden Jahren zu entwickeln und zu etablieren. Im Erdgeschoss entstand schon eine große Halle.
Das alte originale Fundament bestand aus einem massivem Kellergeschoss mit vielen meterdicken Felssteinmauern (Findlingen).

Vom Gutshaus aus soll es laut Erzählungen 3 unterirdische Gänge gegeben haben, die zur Ritterburg (Burgwall Retzin) führten. Später wurden Reste davon gefunden, die jedoch schwer beschädigt durch Einstürze waren.

Über eine Freitreppe auf der Rückseite des Gutshauses und eine terrassenförmige Wiese gelangt man in die Schloßgartenanlage von ca.7,5 ha mit großem alten Baumbestand und einem Schloßteich, ca.3500m², mit kleiner Brücke sowie zwei künstlichen Inseln und kleinste Bäche mit Zu- und Abläufen, angelegt ca. 1751.


Der barocke Park war schon Anfang des 19. Jahrhunderts eine Perle des Gartenbaus im Großraum Stettin.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage veräußert.
Nachdem von Ramins den Gutshof verkauften, erbte Herr Prof. Friedrich-Wilhelm Semmler das Gutshaus in Ramin. Er wurde als Sohn eines Gutsbesitzers geboren und studierte in Landsberg von 1880 bis 1886 Chemie. Gleichzeitig war er überzeugter Landwirt. Er baute das Gutshaus komplett um und modernisierte es, führte neue Technologien ein und er war sozial engagiert. Leider ist er bei der großen Krise 1929, mit seiner vom Tabakanbau geprägten Landwirtschaft, Bankrott gegangen und kurz danach 15.März 1931 verstorben. Sein Grab befindet sich noch heute auf dem Raminer Friedhof.


Ramin Schloss Schulklasse 1951 ? mit Lehrer Virks (Er war ein sehr strenger Lehrer und arbeitete stets mit seinem Rohrstock)
1.Reihe v.l.n.r.
Haribert Bisanz, unbekannt, Ewald Beise, Bernd Scheffel, Heinz Strebe, Erich Hensel, Walter Kleinschmidt
2.Reihe 
Sigrid Waßmann, unbekannt, Helga Schaaf, unbekannt, Usula Müller, Erika Treichel, Irene Leppert, Gertrud Kleinschmidt, Helga Clausing, Inge Marie Virks (Fierks?), Berthilde Kühl
3.Reihe:
unbekannt, Erika Meinert, unbekannt, unbekannt, Elfriede Kersten, unbekannt, unbekannt, Gisela Meinert, Elsa Clausing, Grete Lehnert, Vera Lieckfeld
4.Reihe
unbekannt, unbekannt, Erhard Albrecht, Hans Haase, Horst Hensel, Wolfgang Zeising, unbekannt, Max Schmiedel
5.Reihe ?

Semmler ließ die Bauernhäuser, Ställe und Scheunen erbauen. An wenigen Häusern stehen noch heute seine Initialien "FWS" mit dem jeweiligem Baujahr.

eigenes Foto 2018 

Dorfgeschichten erzählen, er hatte eine Frau und einen Sohn. Diese Frau ließ sich von ihm scheiden und zog mit dem Sohn nach Berlin. Damit beide nichts erben, verprasste Semmler sein Geld im Dorf Ramin, ließ Häuser erbauen, schlug Wetten ein, wie z.B. dass Zuckerrüben ergieber sind als Zuckerrohr. 
Liesel, eine geborene Kühl, war am Hofe Hausdame und sie fand ihn wohl 1931 leblos im Gutshaus. Gemeinsam mit einem Inspektor des Dorfes ließ sie die Türe öffnen, so Semmler unter einer Höhensonne gelegen haben soll. 
Er war u.a. der Patenonkel von Heinz Strebe, der 1930 geboren ist und somit Semmler nur ein Jahr als Patenonkel hatte. 
Man sagt, dass Semmler ein uneheliches Kind mit Strebes gezeugt habe? Dies bleibt jedoch ungeklärt. 
Semmler wollte als Grabstein einen schönen Feldstein von seinem eigenen Feld haben. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt.


Eine Siedlungsgesellschaft erwarb 1930 das Gut und begann mit der Aufsiedlung. 
Im Jahre 1930 wurde der Gutshof von der Deutschen Gesellschaft für Innere Kolonisation aufgekauft und in 68 Stücke zerteilt, die dann an die neuen Siedler aus den dichter bewohnten Regionen verteilt wurden.

Durch verschiedene Baumaßnahmen seit 1935 und den Ausbau des Dachgeschosses im Jahr 1992 wurden die historische Fassadengestaltung und die Ursprungsform des Gebäudes wesentlich beeinträchtigt. 

In der Nazizeit wurde die Decke getäfelt mit nationalistischem Intarsien und das Gutshaus wurde zur HJ-Gebietsleiterschule umfunktioniert.Es erhielt den Namen „Haus Mallon“.


Von 1945 bis 1947 diente das Haus als vorläufiger Wohnraum für mehrere Flüchtlingsfamilien.
Danach gründete man dort die Landwirtschaftsschule und Schäferschule, in der bis 1969 viele SchülerInnen in drei Fächern ausgebildet wurden. Im Haus (außer Klassenzimmer und im großem Speisesaal) gab es noch Wohnungen für 3 Lehrerfamilien.
Ober - und Dachgeschoss wurden später noch weiter ausgebaut.



Es lebe der 1.Mai der Kampftag aller Werktätigen 




Kinderheim:
Ab 1969 - 2003 wurde das Gutshaus zu einem Kinderheim umfunktioniert. Im Jahre 1
992 baute der Träger den Dachboden aus, wodurch die Ursprungsform des Gebäudes leider sehr beeinträchtigt wurde. Es entstanden mehrere Dachgauben und Schlafkammern und Bäder für die Kinder, die in dieser Zeit in dem Kinderheim lebten.

Am 7.10.1969 wurde das Kinderheim in Ramin eröffnet. Als Leiterin wurde Frau Gebauer eingesetzt. Es war eine Einrichtung der Gemeinde Ramin bis 1974. Im Jahre 1974 wurde das Kinderheim eine Kreiseinrichtung und es kam eine neue Leiterin, Frau Moldenhauer. Das Kinderheim hatte im Jahr 1974 seinen ersten großen Umbau. Im Durchschnitt war das Heim mit ca.40 Kindern belegt, welche in 3 Gruppen betreut wurden. Ein Leiterwechsel kam häufiger vor. Anfang 1979-1980 übernahm Frau Blumenthal die Leitung. Herr Hamann von 1980-1984, Frau Jahnel vom Sommer 1984 - Winter 1985, Frau Blumenthal im Winter 1985-1997. Ab 1997 ist Frau Houdelett die Leiterin. Bis zum 30.6.1991 war die Einrichtung ein Vorschulkinderheim und ab dem 1.7.1991 ein Schulheim. Ab dem 1.1.1996 gehört das Heim dem Trägerwerk soziale Dienste in Mecklenburg Vorpommern an.

Am 20.11.2002 steht im Nordkurier, dass das Kinderheim in Ramin im Dezember 2002 schließen wird. Der Bauzustand des Hauses wird als Grund genannt. Das Trägerwerk Soziale Dienst e.V. in Mecklenburg Vorpommern, mit Sitz in Demmin, bat den Landkreis um vorzeitige Kündigung des Mietvertrages. Schon seit Mai musste die 2. Etage baulich gesperrt werden. Nach einer Brandschau wurde außerdem deutlich, dass auch die Fluchtwege nicht ausreichend sind. Wie Gerd Hamm, Fachbereichsleiter Jugend, Kultur und Bildung, auf der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Montagabend in Pasewalk informierte, werden in Ramin derzeit noch 13 Kinder und Jugendliche betreut. Die Kapazität des Hauses war einst auf 27Plätze ausgelegt worden. 


Der Landkreis Uecker-Randow verkaufte das Objekt an private Investoren aus Nordrhein-Westfalen. 5 Jahre stand das Gutshaus leer, da die neuen Eigentümer keine Aktivitäten unternahmen.

2008 wurde das denkmalgeschützte Gebäude mit der Parkanlage von Frau Grenke und Herrn Orlowski erworben. Sie investieren viel Arbeit und Mühen in Sanierungsarbeiten und bieten kulturelle Veranstaltungen an. Sie pflegen die Parkanlage.Seitdem finden im Gutshaus regelmäßig vielfältige kulturelle Veranstaltungen statt. Die Rekonstruktion der barocken Parkanlage ist geplant. Neben dem Gutshaus sind in dem kleinen Ort Ramin weitere interessante Baulichkeiten zu entdecken. Dazu gehören u.a. die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit umfassender Mauer und Portal, das Gemeindehaus mit der Raminer Heimatstube sowie das ehemalige Verwalterhaus direkt neben dem Gutshaus und die noch erhaltenen Wirtschaftsgebäude der historischen Gutsanlage. Entlang der denkmalgeschützten Dorfstraße ist ein Besuch des liebevoll sanierten Dreiseitenhofes „Raminorca“ zu empfehlen.

Das Gesamtbild blieb trotz der abwechslungsreichen Geschichte und vielfacher Umbaumaßnahmen und Teilungen des Grundstückes des historischen Gutshofes gut erkennbar. Zum Teil noch gut erhaltene Stallgebäude und Scheunen links neben dem Gutshof, sowie links neben dem Gutshaus der restaurierte Brennerhof (aktueller Besitzer Herr Werner Schmidt, der den Brennerhof als Wohnhaus nutzt), der Kornspeicher vor dem Gutshof sowie das Gutshaus mit seinem wunderschön angelegtem Park, Karpfenteich und weitere kleinere Elemente wie z.B. die Lindenallee bei der Einfahrt samt dem uralten Tor zeigen die alte Dorf- und Gutshofstruktur. Zwischen dem Brennerhof und dem Gutshof stand einst eine Gärtnerei, die jedoch seit 2012 nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte. Zusehens verfällt diese und ist nur noch als eine Ruine erkennbar. Rechts neben dem Gusthof ,neben dem ehemaligem Kornspeicher befinden sich leerstehende Stallruinen. In diesen Stallungen wurden 1932 Wohnungen eingerichtet, in denen Dorfbewohner siedelten. 



ehemaliger Kornspeicher vor dem Gusthof (2018)


Kornspeicher mit Stallruinen 2018



Stallruine neben dem ehemaligem Kornspeicher (2018)


Blick auf den ehemaligen alten Kuh- und Schweinestall links neben dem Gutshof mit Einfahrt zum Brennerhof und zur Gärtnerei



Blick auf das alte eiserne Eingangstor zum Gutshof, links daneben die kleine Zufahrtstraße zur Gärtnerei (Dorfstraße 43 und zum Brennerhof)



Aus dem Leben des Lehrers Rudolf Vierow:
Um 1908 kam Junglehrer Erich Brauer nach Schmagerow.Er stammte aus einer Gutsförster - Gärtnerfamilie, aus dem Dorf Karkow bei Freienwalde in Hinterpommern. Da er unverheiratet war kam seine Schwester mit und führte ihm die Wirtschaft. Diese wurde im Jahre 1914 die zweite Frau des Vaters vom Lehrer Rudolf Vierow. 1915 wurde die Schwester vom Lehrer Rudolf Vierow geboren, Elisabeth. 1918 wurde Rudolf Vierow geboren.Vater Vierow hatte nie gedient und wurde auch nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Er musste in Ramin, Schmagerow und Retzin je 2 Tage pro Woche unterrichten. Nach dem Kriege wurde die " Geistliche Schulaufsicht" abgeschafft und die Volsschullehrer wurden ins Beamtenverhältnis übernommen und gehaltlich dem mittleren gehobenen Dienst Beamtenstand angeglichen. Zu einer Landschule gehörten zur Kaiserzeit und auch noch danach in Ramin z.B. 8 Morgen Ackerland und 2 Morgen Wiese. Vater Vierow war in der Bauernwirtschaft aufgewachsen.Er war knapp 1,80m groß und ein Kerl wie ein Baum (berichtete sein Sohn Rudolf Vierow). Rudolf erbte seine Größe nicht. 
Vor 1918 wurde einem Landlehrer das Gehalt gegenüber einem Volksschullehrer in einer Stadt gekürzt, da die Einnahmen aus seinem Ackerland mit angerechnet wurden. Das Scheune- Stallgebäude in Ramin bot Platz für 2 Pferde, 2 Kühe, 2-3 Schweine und einer Hühnerschar. Heu und Stroh konnten auch unter Dach und Fach gebracht werden. Zu Rudolf Vierows Lebzeiten hatten sie nur noch 2 Schweine, 1-2 Ziegen, ca. 20 Hühner. Pferde waren nicht erforderlich, da das Gut dann das Pflügen des Ackers u.ä.Arbeiten übernahm. Beim Buddeln der Kartoffeln halfen die Nachbarsfrauen. Rudolf und seine Schwester trugen nachmittags den Kaffee und die Honigstullen aus ihres Vaters Bienenstand aufs Feld. Später hat Vater Vierow den Lehreracker und die Lehrerwiese an das Gut verpachtet. Dafür bekamen Vierows Stroh, Heu, Kartoffeln und Milch kostenlos. Die Versorgung des Viehs lag in den Händen von der Oma Rudolf Vierows, die nach dem Tode ihres Mannes 2016 aus Karkow zu ihnen nach Ramin zog. Sie schneiderte gemeinsam mit Mutter Vierow, also ihrer Tochter die ersten Kleidungsstücke für Rudolf Vierow und seine Schwester.
Es soll Meinungsverschiedenheiten zwischen Vater Vierow und Prof.Dr.Semmler gegeben haben. Um 1924 bekamm Semmler , sein Bruder Arthur war schon verstorben, einen Güterdirektor Gronemeyer an die Seite gestellt oder vor die Nase gesetzt, der bis 1927 das Gut leitete. Welche Gründe dazu führten ist leider nicht bekannt. Herr Gronemeyer war Besitzer des Gutes Bockendorf bei Mittweida in Sachsen. Er kam mit seiner Frau, Tochter und Sohn Heinz Eberhard nach Ramin. Der Sohn Heinz Eberhard war so alt wie Rudolf Vierow. Sie wurden Spielgefährten. Es begannen die Jahre, wo Rudolf zu beneiden war, vor allem zum Geburtstag und zu Weihnachten. Seine Nachmittage verbrachte er im wunderschönen Raminer Park. Wenn Familie Gronemeyer im Sommer eine Kutschfahrt machte oder im Winter eine Schlittenfahrt war Rudolf Vierow dabei. Herr Gronemeyer war der einzige Auto Besitzer im Dorf und wenn er zum Bahnhof Grambow muste, fuhren die Kinder , auch Rudolf, mit. Heinz Eberhard hatte einen Märklin Baukasten Nr.4 , mit dem man schon große Konstruktionen erbauen konnte und eine große Eisenbahnanlage (nicht elektrisch). Anderes Spielzeug besaß er natürlich auch.
noch. 
Im Park war ein Karpfenteich mit einem Ruderboot, welches die Kinder im Sommer benutzen durften. Im Karpfenteich konnten die Kinder auch baden. Das Schloss war nach dem Zuzug von Familie Gronemeyer etwas baulich verändert worden. Den Südgiebel bewohnte Prof.Dr. Semmler als Einzelperson. Die Mitte und den Nordgiebel bewohnte Familie Gronemeyer und die Hauslehrerin. Es waren noch andere Räume , die für andere Familien vorgesehen waren. Es gab da noch einen Herrn von Heidebreck, der im Gutshaus zeitweise tätig war, um Erfahrungen für sein eigenes Gut zu sammeln.
Das Gut Ramin hatte auch eine Schnapsbrennerei betrieben.Frau von Ramin störte der Qualm und der Geruch. So veranlasste sie die Verlagerung der Brennerei nach Schmagerow.Das dazugehörige Wohnhaus blieb jedoch unter dem Namen "Brennerhof" links neben dem Schloss stehen und es steht heute noch dort.
In der DDR Zeit ist die Brennerei nach dem Krieg anfangs noch bewohnt worden. Der Schornstein stand auch noch in Schmagerow.Der Raminer Brennerhof diente dann als Büro der Gutsverwaltung , als Wohnraum für den Rechnungsführer, wie sich die einzige Verwaltungskraft des Betriebes nannte, als Wohnung für eine Köchin, die für die Gutsinspektoren das Essen zubereitete, als Wohnung für diese zumeist Ledigen. Im Keller wurde auch die tägliche Deputatmilch ausgegeben. Zeitweise lag die Tätigkeit des Rechnungsführers und der Insepektorenköchin in den Händen eines Ehepaares , die dann in der Regel bald zum Freundeskreis der Eltern Rudolf Vierows gehörten. Der Rechnungsführer hatte eine Schreibkraft.Seine Haupttätigkeit war außer den täglichen Posterledigungen , die zu jedem Freitag Abend fälligen Lohnlisten zu erstellen. An die Namen einiger Inspektoren erinnerte sich Rudolf Vierow: Herr von Köller, Herr von Rosenstiel, Herr Almenröder, Herr Gramm, Herr Krause. Diese verschwanden jedoch recht schnell wieder.
Ein Gutsinspektor Dederer heiratete später die Tochter von Gronemeyer, nach der Rückkehr der Familie Gronemeyer nach Bockendorf.
Der nördliche Teil des Gutes wurde von der Eisenbahnstrecke Stettin - Pasewalk gekreuzt. Vom Dorf führte eine Feldbahnstrecke an ein Anschlussgleis, so dass Kartoffeln und Zuckerrüben mittels von Pferden gezogener Loren dorthin transportiert werden konnten, wo diese dann in die Güterwagen der Reichsbahn umgeladen wurden.
Die Zuckerrüben kamen zur Zuckerfabrik, die gegenüber dem Bahnhofsgebäude "Scheune" lag (die noch viele Jahre existierte). 
Tochter Gretel und Sohn Heinz Eberhard Gronemeyer wurden von einer Hauslehrerin unterrichtet.
1927 war die Zeit der Bewirtschaftung durch Herrn Cronemeyer abgelaufen und sie zogen nach Bockendorf zurück. Semmler bewirtschaftete das Gut vorerst allein weiter. Der Briefwechsel zwischen Familie Vierow und Gronemeyer kam im Laufe der Monate und Jahre zum Erliegen. 1932 hatten Vierows diese Familienmitglieder bei einem Blitzbesuch noch einmal gesehen, dann brach deren Verbindung ab. Während des Krieges war Hr.Dederer noch einmal in Ramin gewesen und hatte hinterlassen, Heinz Eberhard Gronemeyer sei schwer verwundet und vermisst.
Als Rudolf Vierows Onkel Brauer um 1910 die Lehrerstelle in Schmagerow übernahm, gab es dort noch die Frau von Ramin als Gutsherrin. Von einem Herrn von Ramin hatte der Onkel leider nie etwas erwähnt. Als Rudolf Vierow 1918 auf die Welt kam, gehörte das Gut Schmagerow dem Herrn Dr.Kelch (kein Mediziner), der es bis 1945 bewirtschaftete, wonach es dann auch der Bodenreform verfiel. Das Gut Sonnenberg war auch nicht mehr im Besitz der "von Ramins" . Über die Ursachen ist mir leider nichts bekannt. 

Die alte Gärtnerei :

Auch die alte Gärtnerei (heute Dorfstraße 43 in Ramin) gehörte ehemals zur Gutsanlage, ebenso wie der wunderschön angelegte Park mit Karpfenteich. Man sieht noch heute die herab führenden alten Steintreppen vom Schloßgelände zur alten Gärtnerei herunter. 
Die ersten Besitzer nach der Aufsiedlung 1932 waren Willnows. Ungeklärt bleibt noch, ob es bereits zu Gutszeiten als Gärtnerei genutzt wurde. 

Zu DDR Zeiten arbeiteten u.a. dort:
Jutta Reinke, Ursel Zeising, Erna Räther,

In einem handgeschriebenem Buch stehen die Namen, Bestellungen der Gemüsepflanzen und Blumen und manchmal wer welche Tätigkeit vollbracht hat. So haben z.B. Jutta Reinke und Erna Räther u.a. Mohrrüben gebündelt. Am 9.8.19?? (wahrscheinlich 1973-im selben Buch sind Bestellungen von 1973 per Hand geschrieben) wurden z.B. Zwiebeln gebunden von Dittmer, Bonin, Kühl, Haase, Zeising, Reinke und Herntrich. Kränze wurden gemacht von Bonin und Kühl am 10.8.19??.



Hinter der Gärtnerei war später (zu DDR Zeiten) eine große Geflügelfarm mit Gebäuden, wovon heute leider nichts mehr zu sehen ist.
Die Gärtnerei bestand aus dem wunderschönem großen Wohnhaus mit Veranda, daneben ein länglicher tiefer Verkaufsladen, gegenüber ein großer Stall mit Dachboden und mit einer Garage Richtung zum Einganstor und vorne weg ein länglicher ziemlich flacher Schuppen.

Viele prächtige Obstbäume standen auf dem riesigen Grundstück der Gärtnerei.

Die Ackerfläche war in lange verschiedene Beete eingeteilt mit 2 Gewächshäusern, 2 länglichen flachen Gewächshäusern, die man von oben öffnen konnte.
Auch gemauerte Gartenhäsuchen standen auf dem Grundstück. Ein kleines stand in Richtung Karpfenteich sozusagen hinterm Wohnhaus und 2 Steinhäsuer länglich standen weit hinten fast an der Sandstraße. Ein größeres Steinhaus mit einem gemauertem Torbogen stand mittig.
Das Grundstück ging abwärts Richtung Karpfenteich und in Richtung Holzsee bis zur kleinen Sandstraße.

Sie bestellten u.a. beim (VSB) Versandhaus Samen und Pflanzen 501 Erfurt - Postfach 1000 des VEB Erfurter Samen - und Pflanzenzucht. Absender war immer LPG 1.Mai in 2101 Ramin.

01741891672