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Schmagerow Ramin


https://www.mv-aktuell.de/historisches-schmagerow/




Folgende 4 Fotos und Kommentare stammen von Manfred Büngel, Ramin:




Fr.Kelch mit ihren Hauswirtschaftslehrlingen beim Wurstmachen. Die Erzeugnisse wurden alle 14 Tage beim Hausfrauenverein in Stettin verkauft.



Erntedankfest mit den Einwohnern ca. 1929 mit Blaskapelle in Schmagerow





Schulbild der Schule in Schmagerow, Kreis Randow, aus dem Jahre 1939/1940 mit Lehrer Vurkert (Angaben Manfred Büngel, Ramin)

In diese Schule gingen auch Kinder vom Schmagerower Weg Ramin und Wilhelmshof.

Noch bekannte Schulkinder:
Waltraud Mochow, Gertrud Strelau, Erich Assmann (mein Opa), Werner Bahlmann, Ilse Lingslebe, Regina Rauchmaul, Grete Aßmann (Schwester meines Opas, später Gentes), Bruno Assmann Bruder meines Opas). 

 
Eigene Vermutung: Werner Müller (Wilhelmshof) (Später der Mann von Gertrud Assmann (Schwester meines Opas), Gerda Assmann (Schwester meines Opas), Ernst Assmann (Bruder meines Opas), Helga Assmann (Schwester meines Opas, später Kampfhenkel), Erna Assmann (Schwester meines Opas, später lebte sie in Sonnenberg und war dort mit Karl Schmidt verheiratet), Edith Assmann (Schwester meines Opas, später lebte sie in Sonnenberg, verheiratet mit W.Schartz)



ehemalige Schule in Schmagerow im Jahr 1999, heute Wohnhaus der Fam. Tesch


Landwirte Kreis Randow Schmagerow bei Löcknitz 1930:
(R) D.Kelch 
Hauptm.Fr.von Osetrroht

Dr.Max Kelch Ger.Assessor a.D. besaß 1928: 45Pferde, 95 Rinder und davon 41 Kühe, 25 Schafe und 85Schweine. 
Aus einem Schätzungsbogen vom 1.10.1928 kann man lesen, dass Max Kelch im Besitz des Rittergutes war, Eigentümer des Gesamtschulverbandes und Kirchengemeinde Schmagerow, Grund und Boden gehörten Kelch, Max, dem Rittergutsbesitzer, dazu Schulhaus und Stall, Bauart: massiv und Beschaffenheit: gut, bei der Pommerschen Feuersozietät versichert. Feuerversicherungsbetrag des Schulhauses waren 14.000 Reichsmark und bei dem Stall 3100 RM. (Unterschrieben von einem "Baumgart")
  • Schmagerow, bei Löcknitz. Rittergut, 360 ha. 1928 Dr. Max Kelch.


Unter Denkmalschutz stehen in Schmagerow:
Schmagerow Mausoleum und
Schmagerow Kirche mit Kirchhofmauer
Quelle:https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Parlamentsdokumente/Drucksachen/2_Wahlperiode/D02-2000/Drs02-2880.pdf


Verluste im 1.Weltkrieg (Schmagerow):
Badener Franz, Berndt Gustav, Dreher Wilhelm, Hidde Wilhelm, Jähnke August und Gustav, Karow Gustav Wilhelm Karl und Richard und Wilhelm, Krüger Franz, Pietsch Heinrich und Richard und Wilhelm, Renn Gustav, Schulz Fritz, Theske Paul, Thom Otto, 

Aus dem Leben des Lehrers Rudolf Vierow:
Um 1908 kam Junglehrer Erich Brauer nach Schmagerow.Er stammte aus einer Gutsförster - Gärtnerfamilie, aus dem Dorf Karkow bei Freienwalde in Hinterpommern. Da er unverheiratet war kam seine Schwester mit und führte ihm die Wirtschaft. Diese wurde im Jahre 1914 die zweite Frau des Vaters vom Lehrer Rudolf Vierow. 1915 wurde die Schwester vom Lehrer Rudolf Vierow geboren, Elisabeth. 1918 wurde Rudolf Vierow geboren.Vater Vierow hatte nie gedient und wurde auch nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Er musste in Ramin, Schmagerow und Retzin je 2 Tage pro Woche unterrichten. Nach dem Kriege wurde die " Geistliche Schulaufsicht" abgeschafft und die Volsschullehrer wurden ins Beamtenverhältnis übernommen und gehaltlich dem mittleren gehobenen Dienst Beamtenstand angeglichen. Zu einer Landschule gehörten zur Kaiserzeit und auch noch danach in Ramin z.B. 8 Morgen Ackerland und 2 Morgen Wiese. Vater Vierow war in der Bauernwirtschaft aufgewachsen.Er war knapp 1,80m groß und ein Kerl wie ein Baum (berichtete sein Sohn Rudolf Vierow). Rudolf erbte seine Größe nicht. 
Vor 1918 wurde einem Landlehrer das Gehalt gegenüber einem Volksschullehrer in einer Stadt gekürzt, da die Einnahmen aus seinem Ackerland mit angerechnet wurden. Das Scheune- Stallgebäude in Ramin bot Platz für 2 Pferde, 2 Kühe, 2-3 Schweine und einer Hühnerschar. Heu und Stroh konnten auch unter Dach und Fach gebracht werden. Zu Rudolf Vierows Lebzeiten hatten sie nur noch 2 Schweine, 1-2 Ziegen, ca. 20 Hühner. Pferde waren nicht erforderlich, da das Gut dann das Pflügen des Ackers u.ä.Arbeiten übernahm. Beim Buddeln der Kartoffeln halfen die Nachbarsfrauen. Rudolf und seine Schwester trugen nachmittags den Kaffee und die Honigstullen aus ihres Vaters Bienenstand aufs Feld. Später hat Vater Vierow den Lehreracker und die Lehrerwiese an das Gut verpachtet. Dafür bekamen Vierows Stroh, Heu, Kartoffeln und Milch kostenlos. Die Versorgung des Viehs lag in den Händen von der Oma Rudolf Vierows, die nach dem Tode ihres Mannes 2016 aus Karkow zu ihnen nach Ramin zog. Sie schneiderte gemeinsam mit Mutter Vierow, also ihrer Tochter die ersten Kleidungsstücke für Rudolf Vierow und seine Schwester.


Dr.Max Kelch war Besitzer des Schlosses Rittergutes Schmagerow. Er wurde 1945 enteignet.
Nach 1970 stürzte das Gutshaus ein und wurde (laut Erzählungen der Dorfbewohner) von Bodo Rennwanz für die Raminer Bauern frei gegeben, um sich Beton und Steine abzuholen.


Treppenaufgang im Schloss Schmagerow

Das alte Gutshaus - von Margarete Kelch (In der Zeitschrift: Die Landfrauenarbeit, Beilage der "neuen Mitteilungen für die Landwirtschaft", Organ der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft


Der Ort Schmagerow war jahrhundertelang die Heimat der Familie von Ramin, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts von der Familie Gerd Kelch gekauft wurde. Das neue Haus Schmagerow markiert den genauen Ort eines ehemaligen Herrenhauses. Es war das Zentrum eines typischen Gutshofs, eines landwirtschaftlichen Anwesens, das aus Ställen für Rinder, Schafe (300) und Lager, einer Kirche, einem Schulhaus und Quartieren für Arbeiter und Landarbeiter bestand. Laut Aussagen heißt es, dass ungefähr 40 Leute beschäftigt waren, um ein Grundstück von ungefähr 400 Hektar zu verwalten. Die meisten Gebäude, aus denen sich der landwirtschaftliche Betrieb zusammensetzte, stürzten in den 70er Jahren und später aufgrund von Vernachlässigung und Verfall ein, ein häufiges Los für Häuser, die von den Kommunisten nach dem Krieg in der sogenannten „Landreform“ beschlagnahmt wurden. Einige Immobilien wurden nach der Wiedervereinigung Deutschlands von G.Kelch zurückgekauft und 2008 wurde ein neues Haus gebaut. Nach seinem Tod haben seine Nachkommen die Aufgabe übernommen, Familie und Freunde mit großer Freude aufzunehmen, um eine gastfreundliche Tradition fortzusetzen.



Schloss / Gutshaus Schmagerow 1989 Gartenseite



Schmagerow Gutshaus Vorderseite / 1989



Schmagerow Vorderseite 1930



Schmagerow, Hofseite 1930



Schmagerow Gartenseite 1930

Gerd Albert Max Kelch lebte vom 12.10.1919 bis 1.01.2011.


















Ruine eines Wohnhauses in Schmagerow , gegenüber des Hauses der Frau Kelch- eigenes Foto 2021


Mauerreste der Parkanlage um den Eiskeller Schmagerow - eigenes Foto 2021


Einfahrt aus Richtung Ramin / Schmagerower Weg- eigenes Foto 2019


Reste des Eiskellers in Schmagerow



Mauerreste des alten Schafstalles in Schmagerow (gehörte zum Schloss)



Schmagerow Kirche - eigenes Foto 2021




Reste eines Grabsteines auf dem Friedhof Schmagerow - eigenes Foto 2021




Reste eines Grabsteines auf dem Friedhof Schmagerow - eigenes Foto 2021


Von Herrn Roland Dallmann habe ich einen Buchtipp: Kurt Menekeller - Morgen ward segelt. 
In diesem Buch sind kleine Erzählungen von Schmagerow enthalten.

Gemeinde Schmagerow zu DDR Zeiten 
Ernst Wilhelm 
Fechner Meta
Schulz Gustav 
Stache Wolfgang 
Tesch Waltraud 
Tillack Ingrid 
Seegebarth Klaus 
Schmidt Norbert 





01741891672