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Glasow mit Streithof


Der Ortsteil Glasow wurde 1497 erstmalig erwähnt. (Landbuch Herzogthum Pommern). 
Glasow war ein zu Hohenholz gehöriges Bauerndorf (Pertinenzstück). 
Der Ortsteil Streithof, bis 30.6.1939 ein Alt Eickstedtsches Lehn- und Rittergut, entstand als Vorwerk zu Hohenholz, befand sich jedoch auf Glasower Gemarkung.
Späterer Eigentümer war die Pommersche Landgesellschaft Streithof.

(Das Gut befand sich Ende des 13.Jahrhunderts im Besitz des Ritters Friedrich Moltke. 
1352 gelangte es als Lehn an Nikolaus Hahn, nach einem Konkurs 1616 kam es 1687 an Henning von Bülow, der es Ende des 17. Jahrhunderts an Familie Vieregge verkaufte. Seit 1845 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Bassewitz. Vom Gut sind ein Speichergebäude und Gutsarbeiterhäuser erhalten.) (noch zu klären, ob es tatsächlich um das Dorf Glasow geht, welches hier gemeint ist...


Dorfkirche Glasow:
Die Granitquaderkirche in Glasow stammt aus dem 13.Jahrhundert. Sie war die Mutterkirche zu der Filialkirche Hohenholz. Aus dem 17. Jahrhundert sind von der alten Ausstattung der Kronleuchter aus Messingguss sowie die Kanzel aus Eichenholz mit Intarsien bedeutend.
Der Saalbau aus sauber geschichteten Feldsteinquadern mit einem schiffsbreiten Westturmuntergeschoss wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der quadratische verbretterte Turmaufsatz mit der neobarocken, schiefergedeckten Haube stammt von 1891. In der Glockenstube hängen zwei Glocken; die mittelalterliche ist undatiert, die zweite wurde von Lorentz Kökeritz 1664 in Stettin gegossen.
In der Ostwand sitzt die ursprüngliche und leicht gestaffelte Dreifenstergruppe mit den schmalen Fenstern; die Fenster an Nord- und Südseite wurden segmentbogig verändert und mit Faschen mit Schlusssteinen versehen. Von den beiden ursprünglichen Südportalen wurde die Laienpforte vermauert und die Priesterpforte mit Faschenrahmung und neugotischem Türblatt ausgestattet.
Der Innenraum ist flachgedeckt. Turm und Schiff sind über einen Spitzbogen miteinander verbunden.
Zur Ausstattung gehört ein Altaraufsatz. Das Altargemälde zeigt Christus als Sämann (wohl um 1700). Die Kanzel in Spätrenaissanceformen zeigt am Aufgang 1935 gemalte Evangelistenbilder und unter dem Schalldeckel ein Tafelbild des segnenden Christus von 1698. Aufgang, Korb, Rückwand und das anschließende Predigergestühl sind mit reichem Beschlagwerk ausgestattet. Der achteckige Taufständer aus Holz stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Orgel ist ein Werk von Barnim Grüneberg, Stettin und stammt aus dem Jahr 1907.
Der Kirchhof ist von einer verputzten Mauer umschlossen, im Südosten ein rundbogiger Tordurchlass vom Anfang des 16. Jahrhunderts.
Auf dem Kirchhof steht das Kriegerdenkmal auf der Südseite der Kirche, Grab- und Gedenkstätte für den Zweiten Weltkrieg befindet sich am Ostrand des Kirchhofes.
Der Friedhof befindet sich am Ortsausgang, mit Trauerhalle und Familiengrabstätte des Rittergutsbesitzers Streithof. 

Gründung als Vorwerk zu Hohenholz (wie Streithof und Flachsee), alsbald eigenständig mit Kirche und Pfarre, später auch Schule.
Sauber geschichtete Feldsteinquaderkirche aus der Kolonisierungszeit (13.Jhd.), neubarocker Turmaufsatz mit verbretterter Haube;
kostbare Spätrenaissance-Kanzel.

In den 90er Jahren komplett saniert.

Pfarrsitz (mit Hohenholz) bis 1927 (Pfarrhaus südwestlich auf dem Kirchberg),
seitdem zu Pfarre Sonnenberg, seit 1997 Pfarre Retzin

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006


Die Gemeinde Glasow mit dem Ortsteil Streithof liegt in einer reizvollen Hügellandschaft,eingebettet in einer von Berg und Tal stark zerschnittenen Gegend, die einen interessanten Kontrast zum angrenzenden Randow-Urstromtal mit dem Flüsschen Randow bildet und angrenzend daran liegt. 
Ein 5,2 km langer Wanderweg durch den bewaldeten Teil der Hügellandschaft in den Streithofer Alpen ermöglicht ein intensives Erfassen der Natur. Die Gemeinde hat heute eine Gemarkungsgröße von 15,4 km². Am 22.02.2005 betrug die Einwohnerzahl rund 200 Personen.

Einwohnerzahl aktuell um die 250. 
Glasow gesamt 

384 (1925)
429 (1933)
434 (1939)
206 (2000)
216  (2001)
217  (2002)
196  (2003)
188  (2004)
191  (2005)
184 (2006)

Graf Eickstedt verkaufte 1939 das Gut an die Pommersche Landgesellschaft in Stettin.


Glasow besaß einst eine Wassermühle.

Unter Denkmalschutz stehen folgende Bauten in Glasow:

Dorfstraße 26 (alter StallSpeicher), Dorfstraße 29 (Gutshaus), Kirche und Kirchhofportal Mauer, Kriegerdenkmal 1914-1918 und 1939-1945 jeweils an der Kirche, Randowstraße 3-5 (Schule), Randowstraße 9 (Stall)

Quelle: https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Parlamentsdokumente/Drucksachen/2_Wahlperiode/D02-2000/Drs02-2880.pdf


Es gab u.a.folgende Einwohner in Glasow:
Familie Bartelt - aus dieser Familie fielen bereits einige Familienmitglieder im 1.Weltkrieg.
Familie Behm
Familie Borchert
Familie Karow
Familie Klawitter
Familie Kühl
Familie Lau
Familie Sanow
Familie Schossow
Familie Thiele
Familie Thies
Siedlungen 1939
Siedlung Name Pferde Rinder ges. davon Kühe Schafe Schweine
  Otto Bartelt 8 26 4   16
  Gustav Bootz 5 42 20   20
  Albert Boschert 2 24 8   30
  Hermann Domann 3 13 6   6
Obf E Wilhelm Fourbier 3 20 10   25
Nr.1 E Emil Lau 1 3 12 5   12

Siedlungen 1939
Siedlung Name Pferde Rinder ges. davon Kühe Schafe Schweine
Nr.58 E Emil Lau II 5 25 12 5 35
Büdnerstelle 3 Heinrich Lau 2 8 5   6
  Paul Mandelkow 5 36 20   40
  Elisabeth Peter 3 18 11   23
  Ernst Sanow II 4 8 3   36
  Wilhelm Sanow 4 27 10   25
E12 Albert Wengel 7 37 15   25
Rg Streithof Pomm.Siedlungsgesellschaft
Schumann
49 170 100   410


Einwohner in Glasow 1928:
Otto Bartelt Nr.38 - 23ha
Hermann Bart Nr.57 - 29ha
Gustav Bootz Nr.60 - 38ha
Gustav Buhrmeister Nr.61 - 120ha
Max Dieck Nr.59 - 29ha
Hermann Domann Nr.24 - 30ha
Adolf Kluge Nr.58 - 24ha
Emil Lau 1 - 21ha
I. Ernst Lau Nr.22 - 20ha
Paul Mendelkow Nr.39 - 50ha
Johann Peter - 26ha
Wilhelm Sanow II. Nr.18 - 25ha
Wilhelm Sanow I Nr.26 - 49ha
I. Walter Sohre Nr.56 - 54ha
Wilhelm Tourbier Nr.37 - 26ha
Albert Wenzel Nr.14 39ha

Einwohner in Glasow:
Anneliese Brussig
Armin Tourbier


Einwohner in Streithof:
Erwin Schünke 18.10.1931
Werner Riemer 7.11.1923
Hedwig Korth  22.11.1914
Anna Stoldt verstarb 1998 im Alter von 90 Jahren.


Gefallene bzw. vermisste Soldaten im 1.Weltkrieg in Glasow:

Gefallene bzw. vermisste Soldaten im 1.Weltkrieg in Streithof:
Behm Hermann, Belling Otto, Borowski Johann, Griesbach Willi, Knoop Wilhelm, Knop Gustav, Labs August, Maß Richard, Müller August, Sommer Ernst und Gustav, Weißer Karl und Richard

01741891672